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Das Format 16:9 gibt in Videokreisen viel zu reden und die Kamerahersteller griffen bis dato zu allen möglichen Tricks.
Canon bietet bei der XL1s zwei Möglichkeiten an die hier gezeigt werden.
Einerseits die "gequetschte", anderseits die diejenige mit den eingeblendeten Formatbalken.

Hier ein Bild von der Vorführung mit dem Beamer auf die Leinwand.

Der Projektor musste ca. 4 Meter von der Leinwand entfernt aufgestellt werden um dieses Bild zu erhalten.

Es empfiehlt sich, die Bild aus einer grösseren Entfernung als 4 Meter zu betrachten.
(Leinwand hier: 200 x 150 cm)

(Durch Anklicken der Bilder werden diese vergrössert dargestellt, bzw. wird ein webfilm gestartet)

 Format 16-9-06-big

Gehen wir mal ins XL1-s Menü

Format 16-9-05-big

In CAM.SET UP finden wir den Eintrag "16:9" und off. Das ist der Normalzustand also ein Format von 4:3

 Format 16-9-07-big Format 16-9-08-big
Schalten wir nun das 16:9 Format ein

 sucherbild-16-9-big

entzerrt-big

so erhalten wir dieses Bild. Unten rechts ist das Format eingeblendet (wird natürlich nicht aufs Bild übertragen)

Im Kamerasucher ist das 16:9 Bild vertikal zusammen gestaucht. Bei der Wiedergabe wird das Bild im 16:9 Format dargestellt.

Aber ACHTUNG:
Bei der Bearbeitung muss wegen des gestauchten Bildes das Projekt auf 4:3 eingestellt werden. Es ist eben kein echtes 16:9 !!

Bei der Wiedergabe und Bearbeitung wird das XL1s-Bild so dargestellt wie Bild links.

 

 Format 16-9-09-big Die zweite "Möglichkeit" ein 16:9 Format bei der XL1s zu "erzeugen" befindet sich im Menü DISP.SET UP unter 16:9 Guides, im Normalfall auf OFF gesetellt
 Format 16-9-11-big

Schalten wir es ein, so bemerken wir sofort, dass sich oben und unten je eine horizontale Linie, die über die ganze Breite geht angezeigt wird.

Diese beiden Linien geben nun das 16:9 Format innerhalb des 4.3 Suchers an. Das Bild selbst wird als 4:3 aufgezeichnet.

 Format 16-9-12-big

Die Linien werden nicht aufgezeichnet, sind aber im Aufnahmefenster (Monitor) der Kamera sichtbar. Sie haben den Zweck, dem Kameramann die "Grenzen" von 16:9 aufzuzeigen. Somit hat er die Möglicheit, ein 16:9 Bild zu kreieren (Keine Köpfe oder andere Bildwichtigen Teile abgeschnitten)

Wie die weitere Verarabeitung jedoch von statten geht - hierüber schweigt sich das Handbuch der XL1s aus.

 Format 16-9-Titel-big

Ich habe mir deshalb einige Gedanken darüber gemacht und stelle hier eine

mögliche Lösung

vor

Bei der Verarbeitung wird ein Titel erstellt, der oben und unten je einen Balken hat, der in etwa demjenigen auf dem Bildschirm entspricht wenn ein 16:9 Bild im 4:3 Fernseher abgespielt wird. Zur besseren Verdeutlichung sind die Balken Rot dargestellt. In Wirklichkeit müssen sie Schwarz sein.

 Format 16-9-Spuren-big Der Titel wird nun obere Spur gelegt und über die ganze Länge des Filmes gezogen. Werden Titel und Zusatzbilder gezeigt, muss der 16:9-Titel eine Spur höher, bzw. immer die oberste Videospur belegen, damit die Balken wirksam werden.
 Format 16-9-03-big Auf dem angeschlossenen Monitor zeigt sich das Bild wie wenn ein 16:9 Video abgespielt würde.
 Format 16-9-04-big Auch auf dem Monitor wird das gleiche Bild angezeigt.
 Format 16-9-02-big

Hier das Schlussresultat mit einem Beamer auf die Leinwand (200 x 150 cm) geworfen. (siehe Einleitung)

Wie gesagt, das ist eine der Möglichkeiten um die Guides sinnreich einzusetzen. Möglicherweise existieren noch andere Lösungen, von denen wir noch gar nichts wissen.

Wie eingangs erklärt, muss das Bild extrem gross gemacht werden und man muss als Zuschauer mindestens 6 Meter von der Leinwand entfernt sein (Bilddiagonale!)>
Auf dem Fernsehapparat kann das Bild nicht auf diese Weise vorgeführt werden.

 Ein XL1s-16:9 Film

 

Hier ein Clip von einem XL1s-gestauchten 16:9 Bild.
Um es klar zu sagen/schreiben: Für Nichtkommerzielle Zwecke ist das erzielte Bild vollkommen genügend und ist eine sehr gute Alternative zu den Guides.

Dieses Video ist ein Mix mit dem ersten XL1s-Video und dem zweiten.

Das erste Video entstand im Zürcher-Zoo. Der Härtetest war die Masoalahalle (eine Riesenhalle) mit dem Klima von Madagaskar (Temperatur 35 C und 80 % Luftfeuchtigkeit) Wir haben es überstanden.

Die Aufnahmen von der Lokal - Fasnacht entstanden bei Minustemperaturen (ca. -1-2 Grad)

Alle Aufnahmen ohne Stativ und mit eingeschaltetem Stabilizer.

Beim Fasnachtteil wurde der Ton auf ATT geschaltet (verminderter Aufnahmepegel)

Cool

Aktualisiert (Dienstag, den 24. März 2009 um 11:39 Uhr)

 

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