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Statistik Created :2010-09-04T20:59:30+02:00
Verlauf der letzten 30 Tage

Nun ist der Geldbeutel leer und auf dem Regal stapelt sich wertvolle Hardware und man scheut sich ein wenig, diese Dinger nun in das Gehäuse zu setzen.
Die nachfolgenden Hinweise verfolgen den Zweck, dem gewillten Nachbauer die Angst zu nehmen.

Wir beginnen mit den beiden Komponenten Motherboard und Prozessor. Genau, das Wichtigste zuerst. Nach 5 Minuten ist das schon geschaft

Das Wichtigste zuerst:

Wir entladen unsere statische Elektrizität indem wir ein geerdetes elektrisches Gerät am Gehäuse berühren. Wer eins hat, sollte auch die Erdungsmanschette anziehen (Ein Gummiarmband mit Metallkontakt zur Hautoberfläche und einer Krokodilklemme zur Befestigung am Gehäusse)
Manche ziehen auch Baumwollhandschuhe an. Dies hat aber mehr den Zweck den Angstschweiss aufzunehmen...

mbd945gnt

prozoben

Wir haben das Motherboard vorsichtig aus seiner Verpackung herausgenommen und dabei geachtet, dass wir das Motherboard nur an den Kanten oder an den Steckerleisten halten (Memoriehalter, PCI-Halter = weil aus Kunststoff), keinesfalls an Metallteilen fassen.
Das Motherboard wird nun auf einen flachen Holztisch (nicht Metalltisch!!) gelegt. Wir sehen den Platz des Prozessors im abgedeckten Zustand. Für die weiteren Schritte legen wir uns die Einbauanleitung des Prozessors bereit und gehen Schritt für Schritt vor.

prozplatz2

prozplatz3

Öffne die Sockelsperre indem der gebogene Hebel nach unten und vom Sockel weggedrückt wird.

Öffne die Sockelabdeckung (Pfeil) und entferne die Sockelabdeckung. (Nach hinten wegdrücken) Berühre jedoch die Kontakte nicht.

Der Sockel ist nun bereit, den Prozessor aufzunehmen

prozpunkte

p-einsetzen

Grundsätzlich:
Der Prozessor kann nicht verkehrt montiert werden. Er ist so gestaltet, dass er nur in einer Position in den Sockel passt - der Rest wäre Murx!
Drehe das Motherbard auf dem Tisch so, dass Aussparung und Einbuchtungen so aufeinander abgstimmt sind, dass der Prozessor ohne zu drehen in den Sockel gelegt werden kann. (Links-/Rechtshänder) Auf den Fotos ist der Prozessor für Linkshänder ausgerichtet. Die Einbuchtungen (Pfeile) sind links ausgerichtet. 

Berühre den Prozessor während den ganzen folgenden Arbeiten ausschliesslich an der Platinenkante!
Der folgende Schritt geschieht in einem Arbeitsgang und dieser geht wie folgt:

  • Fasse den Prozessor wie auf dem Bild mit den Fingern an der Platinenaussenkante und heb ihn aus der Schutzabdeckung. Der Daumen soll zur Aussparung F (Sockel) zeigen. Die Einkerbungen nach (G) nach dem Sockel (H)
  • Führe den Prozessor gerade nach unten auf den Sockel. Verschiebe den Prozessor nicht wenn er im Sockel sitzt.
p-montiert

Nun sitzt er an seinem Platz. Verschiebe ihn nicht. Überprüfe peinlichst genau ob richtig drin sitzt. Vergleiche nochmals die Einkerbungen. Drücke auf keinen Fall auf die Oberfläche des Prozessors.

Wenn alles OK ist, schliesse den Rahmen und dann die Sockelsperre. Hier muss etwas Kraft aufgewendet werden.

montventi1

montventi2

Was jetzt noch drauf muss ist der Ventilator, abgebildet einmal von oben und einmal von unten. Die viereckige Klebeschicht nicht anfassen. Sie muss völlig glatt bleiben. Es ist die Wärmeleitpaste.

Doch müssen wir damit noch etwas warten.

ddr2memory

Wir nützen jedoch noch die bequeme Lage und freie Zugänglichkeit des Motherboards aus und montieren gleich unsere Memorybausteine. Grundsätzlich kann man hier nichts falsch machen - ausser der Anwendung von roher Gewalt. Sind zwei Bänke mit je zwei Steckplätze für Memorys enthalten, werden die Memorybausteine auf die beiden Bänke verteilt. Sind die Steckplätze mit Farbe markiert, setzen wir die Memorybausteine auf die gleichen Farben.

Sitzt alles richtig und sind die Hebel der Memorybänke geschlossen (Dort wo man Memorys eingesetzt hat) kann zum nächsten Schritt: Dem Einbau des Motherboard in das Gehäuse erfolgen

montgeheu

montboard

Weil die Clips des Prozessor-Ventilators unterhalb des Boardes über die Lötstellen hinausragen, muss das Motherboard zuerst im Computergehäuse montiert werden. Dort sind viele Löcher vorhanden und man kann nicht sagen welche die Richtigen sind.
Aber auch hier der Reihe nach:

  • zu jedem Motherboard wird das dazugehörende Anschlusspanel (Schnittstellen) mitgeliefert. Selten passt dasjenige vom Gehäuse. Dieses Anschlusspanel also am Gehäuse befestigen. Dazu benötigt man keine Schrauben. Es wird in der Regel einfach von innen in die vorgesehene Öffnung gedrückt bis es einrastet.
  • Dann wir das Gehäuse flach auf den Tisch gelegt - he natürlich nicht auf das Motherboard. Dieses muss vorher auf eine neutrale Fläche verlegt werden.
  • Nun legen wir auf das Blech ein Stück Isoliermatte, das kleiner als das Motherboard ist. Wir können schlecht das Motherboard mit seinen blanken Lötstellen auf das Blech legen. Das Motherboard wird nun auf die Isoliermatte gelegt und vorsichtig in Richtung Schnittstellen-Panel verschoben. Nun können wir - zumindest für Aussenbohrungen - die Löcher markieren. Dazu wird mit einem Filzstift überall dort wo sich im Motherboard ein Befestigungsloch befindet auf dessen Höhe auf dem Metall eine Markierung gemacht.
  • In der Gehäusebeilagen befinden sich Schrauben und Abstandshalter. Bei einem ATX/BTX Gehäuse sind zwei verschieden lange Abstandshalter vorhanden. Für ATX werden die längeren herausgesucht und mit den Schrauben bei den markierten Gehäusebohrungen festgeschraubt. Legen wir nun das Motherboard - wir halten es fein säuberlich immer an den isolierten Stellen wie PCI-Halter und Memoryhalter - und richten es aus. Wir kontrollieren ob die Motherboardbohrungen auf den Abstandshalter übereinstimmen. Danach werden die Bohrungen innerhalb des Motherboards gesucht und grob mit einem Massstab ausgemessen. Diese Masse werden auf das Gehäuse übertragen und die weiteren Abstandshalter montiert. Ist alles OK wird das Motherboard mit den passenden Schrauben auf den Abstandshalter befestigt.
ventiboard

Nun kann der Ventilator auf den Prozessor gesetzt und mit den vier Clips auf dem Motherboard befestigt werden.

Achtung: Die Lage des Ventilators ist zugleich abhängig von der Kabellänge des Ventilators. In der Nähe des Prozessors befindet sich immer eine Steckerbuchse o.ä. Den Ventilator erst auf den Prozessor aufsetzen wenn sicher gestellt ist, dass das Kabel ohne  zu Knicken auf diese Steckerbuchse reicht. Einmal auf den Prozessor aufgesetzt gibts kein Verrücken im kalten Zustande mehr.
Der Ventilator muss satt auf dem Motherboard aufliegen. Nun können die vier Clips angedrückt werden bis ein leichtes Klicken hörbar ist.

Tipp: Achte auf die Stellung der Pfeile auf den Köpfen der Clips

montnetz1

montnetz3

Hat man ein Gehäuse ohne Netzteil angeschafft, muss nun das Netzteil montiert werden. Die Schrauben zur Montage liegen in der Regel dem Netzteil bei.

Tipp: Bevor du das Gehäuse kaufst solltest du die Anweisungen der Grafikkarte beachten. Oftmals wird dort aufgeführt mit welchen Watt-Leistungen man rechnen muss damit die Grafikkarte läuft. Die meisten Gehäuse besitzen ein Netzteil mit 300 - 360 Watt. Verlangt die Grafikkarte mehr, muss ein Gehäuse ohne Netzteil angeschafft werden.

Hier wird ein Netzteil eingebaut mit automatischem Ventilator und auf der Sekundärseite sind statt Kabel, Steckerbuchsen vorhanden. Man steckt nur die (beigelegten) Kabel die man benötigt. Auf diese Weise hat man keine unnötigen Kabel im Luftschacht hängen.

periferie

Nun, da das Netzteil eingebaut ist, ist es Zeit für die periferen Elemente wie

  • DVD/CD Laufwerk
  • SATA Wechselschubladen
  • Ton-Frontmodul
  • 3 1/2 Zoll Laufwerk (Disketten)

Je nach Gehäusesystem muss nun der Schraubendreher in die Hand genommen werden. Meines - ein Casatek-Gehäuse - benötigt keine Werkzeuge.

monthalter1

monthalter2

 

Einschübe von vorn am Beispiel des Terratec Frontmoduls:

Die seitlichen Gleitschienen werden nicht angeschraubt, sondern angeklipst. Siehe Bild links
Dann wird das Modul von vorne in den Schacht geschoben.

monthalter3

monthalter4

Die seitlichen Befestigungsklammern müssen natürlich geöffnet sein. Nur so kann man das Modul ganz in den Schacht schieben.

Danach werden die seitlichen Befestigungsklammer (zwei pro Schacht) einfach zugeklappt und verriegelt.

Sind alle Module in den Schächten, kann es ans "Verdrahten" gehen. Dabei achten, dass breite Kabel möglichst seitlich geführt werden und nicht unmittelbar hinter den Geräten

ventfront

hddschacht

Eine ganz feudale Sache bietet sich mit dem HDD-Schacht mit Ventilator 125 mm Durchmesser. Der HDD-Schacht befindet im Parterre (Erdgeschoss) des Gehäuses.

Zuerst wird die Gehäuseabdeckung entfernt (auch mit Clips befestigt) dann wird der HDD-Schacht herausgenommen und die einzubauenden HDD vertikal eingeschoben und arretiert - fertig

Der HDD-Schacht wird wieder eingeschoben und der 125 mm Lüfter in die vorgesehenen vier Bohrungen verklipst. Zum Schluss kommt noch die Abdeckung wieder drauf.

4sata

 

Die Harddisk werden nun mit Strom und Datenkabel versorgt. Zwei der Harddisk sind schon komplett verkabelt. Die nächsten zwei HDD warten auf die PCIExpress-Karte und werden später angeschlossen.

Somit stehen dann vier 300 GB HDD für Video zur Verfügung

hddschacht2

Seitlicher Blick in den Kabelschacht

Oben die beiden SATA Wechsel-HDD

Unten die vier SATA HDD

montnvidia1

Zum Schluss will es noch die Grafikkarte mit passiver Kühlung wissen. Die Karte wird in die bestimmte Kartenführung eingeschoben und arretiert.
Der grosse Kühlungsteil wird auf vertikal gestellt und steht so schön im Luftstrom des Ventilators

Insgesamt befinden sich im neuen Rechner drei 125 mm Ventilatoren zur Kühlung.

2bildschirmplatz

und wenn der neue Rechner auch noch mit einem Betriebssystem ausgerüstet und hochgefahren ist, dann geniesse ich die Doppelbildschirme denn: mit dem Zweiten sieht man nicht besser, aber mehr Inhalt.

Cool

Aktualisiert (Freitag, den 29. Mai 2009 um 14:57 Uhr)

 

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